Jena, die Stadt der Frühromantiker
Jena ist eine wundervolle und schöne Stadt und am 04.06.2026 hatten wir als Deutsch-Kurse von Herrn Langer und Frau Winkler die Möglichkeit, diese Stadt zu besichtigen und zu erkunden. In Verbindung mit unserem Thema „Literatur um 1800“ haben wir das Romantikerhaus besucht und anschließend an einem Stadtrundgang, unter anderem zur Friedrich-Schiller-Universität, in den Frommannschen Garten und zum Griesbachschen Gartenhaus, teilgenommen. Sowohl der Mitarbeiter des Romantikerhauses als auch der Stadtführer haben uns interessante und vertiefte Informationen rund um das Thema Romantik erzählt.
Aber was macht diese Stadt so interessant und warum ist es gut, dass wir diese Stadt besichtigt haben? Viele der Romantiker haben Werke aus anderen Sprachen für uns ins Deutsche übersetzt. Beispielsweise hat das Ehepaar Schlegel (Dorothea und Friedrich Schlegel) Werke von Shakespeare ins Deutsche übersetzt, sodass auch deutsche Leser einen Zugang zu Theater und Literatur aus England bekamen. Viele Romantiker haben zusammen in einer WG gelebt, was für die damalige Zeit völlig undenkbar war, und Frauen durften selbst bestimmen, wen und ob sie heiraten. Dazu kommt noch, dass das Geistige und die Natur im Vordergrund standen. Die Romantiker schrieben viel über Sehnsucht, Träume, über die Natur und natürlich auch über die Liebe. Die Universitäten zu diesem Zeitpunkt waren auch viel facettenreicher aufgebaut. Beispielsweise wurden dort das Reiten und das Kochen gelehrt. Dazu kommt noch, dass Wissenschaften damals zur Philosophie gehörten. Jena (Saal-Athen) wurde so Ende des 18. Jahrhunderts zum Zentrum der deutschen Frühromantik.
„Quid ad nos?“ bedeutet übersetzt „Was geht uns das an?“, also wieso waren wir nun in Jena, was für einen Zweck hat dieser Besuch erfüllt? In erster Linie haben wir unseren Wissenstand rund um das Thema der Romantiker und ihrer Literatur erweitert.
Wusstet ihr, dass der Adler damals ein Symbol für Goethe und seine Werke war? Außerdem war diese Epoche eine sehr wichtige Entwicklung für die Emanzipation der Frau, da Frauen mehr Dinge tun durften. Beispielsweise hatten sie eine Chance auf Bildung und somit auch bessere Chancen auf Arbeit. Und viele Frauen haben auch literarische Werke geschrieben. Leider durften sie diese Werke nicht veröffentlichen. Diesem Problem begegneten sie, indem sie einfach den Namen ihrer Männer benutzten, um ihre Werke veröffentlichen zu können.
Als Fazit kann man sagen, dass Jena eine wichtige Stadt in der Geschichte der Literatur war. Die Stadt war ein Aufenthaltsort für viele Schriftsteller und eine sehr moderne Stadt für ihre Zeit. Jena ist es wirklich wert, besucht zu werden und sich die verschiedenen Denkmäler und Erinnerungen an die Zeit der Romantiker anzuschauen. Eine sehr interessante und vielseitige Stadt mit wundervollen Erinnerungen an eine Zeit, die auch heute noch geschätzt und anerkannt wird.
Wir danken dem Schulförderverein für die Bezuschussung der Exkursion, Herrn Ziegert vom Romantikerhaus für die Einblicke rund um Novalis, Fichte und Schlegel und Herrn Hill für die abwechslungsreichen 100 Minuten quer durch Jena!
Phil Trenschel (Jg. 11)